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Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

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Die Seegurke oder Seewalze Staubsauger der Meere Der Seeigel Das runde Stachelwunder Das Kalenderblatt 1.7.1959 Drei Jesusse treffen sich zur Therapie Von Prisca Straub . Die Seegurke oder Seewalze - Staubsauger der Meere Autor: Bernhard Kastner / Regie: Christiane Klenz Sie gehören sicher nicht zu den schönsten Meeresbewohnern, die Seegurken oder auch "Seewalzen". Und diesen Namen tragen die wirbellosen Meeresboden-Bewohner nicht zu Unrecht: Länglich, oft von braun-grünlicher Farbe, oft mit einer stacheliger, warzenartigen Haut bedeckt, erinnern viele dieser Tiere an eine Gurke oder Walze, die sich langsam und glibberig über den Meeresboden mit unzähligen winzigen Füßchen bewegt. Doch es gibt auch knallig bunte Seegurken, Arten mit auffallenden Formen und flügelartigen Anhängen. Die Tiere ernähren sich von Sedimenten und Plankton, das sie durch ihre Mundöffnung wie ein Meeresstaubsauger vom Meeresboden aufnehmen. Wie die Seeigel und die Seesterne gehören Seegurken zur Familie der Stachelhäuter. An die 1.700 Arten sind bekannt, einige davon sind giftig, andere begehrte und äußerst teure Delikatessen. Allen gemeinsam ist, dass sie sich auf faszinierende Art und Weise an ihren Lebensraum angepasst haben, sie sind wahre Wunder der Natur. Einige Seegurken verteidigen sich, indem sie Angreifern ihre Eingeweide entgegenschleudern, die dann wieder nachwachsen. Der Seeigel - das runde Stachelwunder Autorin: Brigitte Kramer / Regie: Eva Demmelhuber Seeigel sind bei den meisten Menschen unbeliebt. Wer schon mal auf eine der stachligen Kugeln getreten ist, der weiß, warum. Andere lieben sie: Ihre Fortpflanzungsorgane gelten in Südeuropa und Asien als Delikatesse. Sonstige Fressfeinde haben sie - verständlicherweise - nur wenige. Fischotter mögen die Stacheldinger und einige Fisch- und Schneckenarten. Klar ist, dass den Seeigeln, wissenschaftlich "Echinoidea", niemand so leicht etwas anhaben kann. Es gibt sie seit Urzeiten. Sie leben in allen Meeren, im seichten Küstengewässer. Hier sind sie wichtige Akteure. Seeigel verschlingen mit ihrem Raspelmaul, das an der Körperunterseite sitzt, große Mengen Algen. Das kann sowohl Schaden als auch Nutzen bringen: Gibt es zu viele, fressen sie alles kahl. Gibt es zu wenige, weil ihre Fressfeinde überfischt sind, überwuchern die Algen Riffs und Felsen. Als Teil der Nahrungskette sind Seeigel also deutliche Indikatoren dafür, ob das Ökosystem im Gleichgewicht ist. Selbst wenn sie gestorben sind, leisten sie noch etwas: Ihr rundes Kalk-Skelett ist der Stoff, aus dem die Sandstrände sind. Erstsendung 05.05.2017 Moderation: Yvonne Maier Redaktion: Bernhard Kastner

Freitag 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Stille Freude, rasende Wut - Die Nuancen der Emotionen

Freitag 15:05 Uhr SWR2

SWR2 Feature

Kriegsflüchtlinge bei mir zu Hause - Geteiltes Leben auf 60 Quadratmetern Von Natalie Putsche Als die ersten Geflüchteten aus der Ukraine in Leipzig ankommen, beschließt Natalie Putsche ein Zimmer anzubieten. Normalerweise vermietet sie über Airbnb, doch nun ist ihr die Unterstützung von Schutzsuchenden wichtiger als ihre monatlichen Einnahmen. Eine ältere Frau und ihre schwangere Tochter ziehen ein. Die Dokumentation erzählt vom gemeinsamen Alltag, von Amtsgängen, Arztbesuchen, wachsendem Vertrauen, Irritationen und dem Verlorensein in einem fremden Land. Drei Frauen, ein Hund, eine Katze, ein Baby im Bauch und der Krieg in der nahen Heimat.

Freitag 20:03 Uhr SRF 1

Hörspiel

«Vom Grashalm im Sturm» - Feature von Elisabeth Weilenmann Und wieder ein Hitzesommer. Wieder die Warnungen vor den Folgen des Klimawandels. Wieder die Fragen: Stehen wir vor dem Abgrund? Finden wir rechtzeitig den Ausweg? Wieder Debatten, Lügen, Radikalisierung. Die Radiomacherin Elisabeth Weilenmann nähert sich dem heissen Thema auf ganz persönliche Art.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Ein Haus läuft los Wie sich ein Berliner Mietshaus gegen den Verkauf an einen Investor wehrt Von Klaus Schirmer Regie: Giuseppe Maio Produktion: Deutschlandfunk Kultur/SWR 2022 Seit 1991 wurden in Berlin über 300.000 Mietwohnungen in Eigentum umgewandelt, allein im vergangenen Jahr über 19.000. Rund zwei Drittel davon werden danach wieder vermietet, dann aber zur doppelten bis dreifachen Miete. Viele der bisherigen Mieterinnen und Mieter müssen deshalb ihre Wohnung und ihren Kiez verlassen. Dieses Schicksal droht auch den Bewohnern eines Mietshauses in Berlin-Pankow, als sie vom Verkauf ihres Hauses an eine internationale Kapitalgesellschaft erfahren. Viele wohnen hier seit 20, 30 oder fast 40 Jahren. Weil ihr Haus in einem Milieuschutzgebiet liegt, prüft der Bezirk innerhalb von zwei Monaten, ob sie von Verdrängung bedroht sind. Nach anfänglicher Schockstarre wird den Mieterinnen und Mietern schnell klar: Darauf wollen sie sich nicht verlassen. Sie müssen sich selbst um das Schicksal ihres Hauses kümmern. Zudem erfahren sie von anderen Betroffenen: Nur wer laut und kreativ in die Öffentlichkeit dringt, wird von Politik und Verwaltung gehört. Das Haus hat aber nur wenige Wochen Zeit, sich nach innen wie außen zu mobilisieren. Und viele der 38 Mietparteien kennen sich nur flüchtig aus dem Treppenhaus. Wer macht nun schnell Pressearbeit, wer Flyer? Wer findet den richtigen Ansprechpartner in der Politik und recherchiert zum Käufer? Wer kann pointiert twittern? Wer hat Mut, eine Demo zu leiten? Und dies alles, ohne sich in endlosen Diskussionen zu zerstreiten. Und wie geht man mit jenen um, die in Kontakt mit dem Käufer treten und vielleicht an eine Abfindung denken, weil sie sowieso bald umziehen wollten? Es entwickelt sich ein Krimi mit einer aufmüpfigen Hausgemeinschaft, gewählten Volksvertretern, einer aufgeschreckten Verwaltung sowie einer finanzstarken Kapitalgesellschaft. Ein Lehrstück über den ungleichen Kampf um bezahlbaren Wohnraum. Ein Haus läuft los

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